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Vor Beginn: Krassimir Kolev an den Schalthebeln

Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Zugängen zu „Traumverwirklichung“.

Die einen sehen es mehr als konkretes Projekt und nutzen daher den Weg der exakten Visualisierung, nutzen Visionboards und ähnliches, und machen sich dann Schritt für Schritt an die Umsetzung.

Gestern haben wir uns unter der Leitung von Martina Gleissenebner-Teskey dem anderen Zugang gewidmet:  Träume als Botschaften der Seele zu definieren – so, wie auch die echten Träume immer eine Mischung aus echten Erfahrungen, echten Wahrnehmungen des Tages und den Botschaften des Unbewussten sind – und dann, wie auch in einem Stadium des „Wachträumens“, diese Träume bewusst wahrnehmen und gestalten zu können.

Es geht hier darum, sich in die richtige Schwingung zu bringen, um den Traum letztendlich in die Realität zu bringen. Das hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern mit dem Faktum, dass die ganze Welt und alle Elemente darin, sich durch eigene Schwingungen auszeichnen und wir nur mit den Elementen „in tune“ – auf eine Wellenlänge – kommen können, mit denen wir eben im Gleichklang sind. So geschieht es auch, dass wir immer wieder auf dieselben Situationen und Typen von Menschen treffen, weil diese eben auf unserer Wellenlänge sind. Solange wir das nicht erkennen, wiederholen wir den Status quo.

Die Träume, von denen wir sprechen, sind aber Rufe aus der Zukunft – die Botschaft der Seele, die dir sagt: das ist richtig für mich

Um dorthin zu kommen, sind aber oft andere, zusätzliche (!) „Wellenlängen“ gefragt – also auch andere, zusätzliche (!) Qualitäten unseres Seins. Wir können keinen neuen Ergebnisse erhoffen, wenn wir immer dasselbe weitermachen.

Als Menschen haben wir die einzigartige Gabe, uns unserer Selbst bewusst zu werden und zu sehen, welche Qualitäten wir noch stärken und fördern dürfen (wir haben ja alles in uns, alles IST bereits da!), damit bestimmte Träume überhaupt wahr werden können.

Denn erst, wenn wir in der Qualität des Traums schwingen, kann er sich tatsächlich verwirklichen.

In der pragmatischen Welt bedeutet das: wenn ich bereit bin für bestimmte Menschen, Situationen und ganz konkrete Projekte, Positionen, Besitztümer, etc. – dann, kommt all das genau zum richtigen Zeitpunkt. Dann, wenn ich seelisch, emotional, mental und körperlich dafür bereit bin.

Dann verwirklichen sich Träume ganz einfach: sie fallen einem zu, wie Geschenke. Martina sagt deshalb auch, dass die Verwirklichung von Träumen nichts anderes ist, als die Vorbereitung darauf, bestimmte Geschenke annehmen zu können. 


Was das nun mit „In-Szenierung“ zu tun hat?

Ganz einfach: wenn wir uns der Abläufe bewusst sind, können wir sie gestalten. Wie beim Wachträumen, wo wir in die Szenerie eingreifen können, können wir auch in dieser Art der Traumverwirklichung Einfluss nehmen und aktiv mitgestalten.

Wir haben hierzu 3 Gestaltungsebenen:

1. Die „geistige“ Ebene:

diese hat nichts mit Intellekt zu tun, sondern mit der Fähigkeit, einen spontanen Gedanken als Botschaft der Seele wahrnehmen zu können. Also zB der ganz spontane Gedanke, dass man gerne in einem bestimmten Land leben würde. Dieser Gedanke darf nicht aus dem Willen entsprungen sein, sondern er taucht auf und wir nehmen ihn wahr und fühlen dabei seine Qualität (Freude, Eins-sein, Ruhe, Extase,… ) UND, dass er sich für uns stimmig anfühlt. „Ja, das gehört zu mir. Das ist stimmig.“... und dann lassen wir ihn wieder ziehen. Wir machen uns also nicht an seine detailreiche Ausgestaltung. Er ist wie eine Feststellung: Ja, so ist es.

  • Da ist kein Zweifeln,
  • da ist keine Sorge,
  • da ist kein Abwerten.

Das heißt, der Gedanke ist für unser Gehirn bereits Realität. Je klarer das Bewusstsein, dass dieser Gedanke bereits Realität ist, desto rascher zeigt er sich in der Wirklichkeit.

Martina hat selbst unzählige solcher Beispiele – und zwar nicht nur so Banales wie der Parkplatz vor der Tür (was zwar nur selten ein „Traum“ ist, aber derselben Logik folgt), sondern ebensolche Umzüge in andere Länder, ganz konkrete berufliche Veränderungen, ganz konkrete Wohnungen, Plätze, Menschen – ja, sogar Tiere.

Die mögliche Gestaltung bezieht sich hier auf die Fähigkeit, die „Qualitäten“ wahrzunehmen, die dieser aufsteigende Gedanke hat. Wahrzunehmen, wo der Unterschied zwischen den Qualitäten meines JETZT und dieser neuen Realität liegt. Was will verstärkt/ weiterentwickelt werden?

Um zu erkennen, was für DICH selbst wirklich RICHTIG ist, ist es übrigens notwendig, sich immer wieder ganz zu dir selbst zurückzuziehen. Wir sind so sehr gewohnt, aufzutreten, dass wir dabei vergessen, wie sehr wir uns dabei „aussetzen“. Wir dürfen uns schützen. Genau deshalb haben wir das Seminar auch ohne Kameras und in einer körperlichen Schutzhaltung begonnen.

Wir dürfen uns schützen. Foto: Krassimir Kolev

2. Die „körperliche“ Ebene:

Wenn ich erfasst habe, welche Qualitäten der Traum HAT und welche Wellenlänge ich daher verstärken muss, um ihn ganz konkret in mein physisches Leben zu ziehen (du kannst auch „manifestieren“ sagen), dann kann ich meinen Körper als meinen Partner einladen, um diese Qualitäten zu unterstützen und ihnen Ausdruck zu verleihen. z.B. kann ich, wenn ich ein Mensch voller Tatendrang bin, der wie ein Wiesel von einem Ding zum nächsten läuft und auf der mentalen Ebene wahrgenommen hat, dass dieser bestimmte Traum auch eine Ruhe braucht, eine Bodenhaftung, eine Schwere vielleicht, dann kann ich mit bestimmten, regelmäßigen Übungen meinen Körper (im übertragenen Sinne) breit und schwer werden lassen und diese damit verbundene Qualität der Ruhe in mir aufsteigen lassen.

Die einfachste Möglichkeit, um uns in die entsprechende Schwingung zu versetzen, ist Musik. Wenn du neue Qualitäten fördern möchtest, widme dich neuer Musik, die genau die Schwingung erzeugt, die dich diese Qualität im Körper spüren lässt.

Das bedeutet: durch den Körper dehnt sich mein Geist aus.

Es bleibt nicht beim Gedanken, sondern das, was ich zunächst auf mentaler Ebene erfasst habe, wird im Körper bereits manifest und weitet sich dadurch in die Welt hinaus aus.

Martina beim „Ausdehnen“, Foto: Krassimir Kolev

3. Die „reale“ Ebene = die Welt um uns:

Wenn ich weiß, welche Qualitäten ich fördern, stärken und weiterentwickeln möchte, dann kann ich meinen Geist und meinen Körper noch weiter ausdehnen und den Raum um mich herum gestalten. Ich kann Farben, Gegenstände, Formen, etc. wählen, die diese bestimmten Qualitäten widerspiegeln, die also zur konkreten Manifestation und damit Verstärkung dessen werden, was ich bereits BIN.

So breitet sich meine Schwingung, meine Wellenlänge, immer weiter aus und kann mit jenen in Verbindung treten, die „bereits zu mir gehören“ – ganz egal, wo auf der Welt sie sein mögen. Und diese „sie“ können Orte, Menschen, Tiere, Situationen etc. sein.

Beim Wahrnehmen dessen, was verstärkt werden will

 

Je bewusster ich mir der Qualitäten bin, die für mich stimmig sind, desto kraftvoller, ja, „mächtiger“!, kann ich auftreten und desto mehr werde ich auch zum Magneten, nach dem sich andere „Elemente“ ausrichten. Wir sprechen auch von „in Resonanz gehen“. Dieses „Gesetz“ funktioniert nicht nur für besondere Träume, sondern auch in jedem einzelnen Moment unseres beruflichen wie privaten Lebens – egal, ob es ein Meeting ist, das letztendlich EIN Punkt (aber ein wesentlicher!) auf dem Weg hin zu meiner Traumposition ist, oder ob es eine „Zufalls“bekanntschaft mit einem Menschen ist, die mich letztendlich zu meinem Traumpartner bringt.

Wichtig ist zu erkennen, dass wir ALLES EMPFANGEN KÖNNEN, WENN WIR DAFÜR BEREIT SIND.

Wenn dir deine Träume also immer wieder entfleuchen, dann kannst du dir zwei Fragen stellen:

  1. ist es überhaupt DEIN Traum? Oder ist es der Traum eines anderen (des Partners, der Eltern, der Gesellschaft,…) – denn was nicht zu dir gehört, kann nicht in dein Leben kommen.
  2. welche Qualitäten hat dieser Traum und braucht er daher von dir, damit er sich erfüllen kann? Welche Qualitäten darfst du noch fördern?

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